748 Wunderthaten.
befanden. 2. In einer unbegreiflichen Schnelligkeit. DieTeufel können von einem Orte zum andern mit der gleichenGeschwindigkeit übergehen, als der Gedanken eines Menschenave Theile der Welt durchschweifet. Es ist dann nicht ver<wunderlich, daß sie Dinge offenbaren können, welche sich ansehr entfernten Orlen zutragen, oder eben erst zugetragen Ha,ben. z. In einem weit erhabner« Verstände, als der Ver-stand des Menschen ist, weil sie pure Geister sind. Deßhal,ben hießen Plato, plutarch, und die meisten alten Philo»sophen dieselben das ist: Verständige, Renner.
Aus diesem Grunde, wenn sie den Wandel, die Gemüths,art, und die Gesinnungen der Menschen erforschen, machensie richtigere Mulhmaßungen, errarhen sehr oft, und könnensogar manchesmal ziemlich sicher vorsagen, was in gewissenUmständen geschehen solle. Aber sie könnten Dinge nicht vor»sagen, die sich erst in entfernten Zeiten zutragen möchten,oder Die sie nicht schon gleichsam vorbereitet sahen. 4. Mandarf noch ihre Bosheit dazu sehen: denn, wenn wir die heili,gen und profanen Schriftsteller zu Rache ziehen, so werdenwir sehen, daß die Teufel ihre Gewalt vorzüglich durch Pla»gen und Unheil auszeichnen. Euseb von Läsareen führet unsin seinem fünften Buche der evangelischen Vorbereitung einegroße Menge Beyspiele an, die aus heydnischen Schnftstel,lern gezogen sind.
Aus dieser Erklärung, die ich Ihnen da von der Kraftund Gewalt der Teufel vorgetragen habe, muß man schließen,daß sie fähig sind, sehr erstaunliche Dinge zu wirken, ohnedaß dieselben wahre Wunderthaten wären, und daß man einegroße Achtsamkeit brauchen darf, damit man sich vordemBetrüge und dem Irrchume bewahre.
«i;
h:
W
«M
«r
ft
s"«
Der