Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
743
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Wrmdetthakn. 74 z

Drittes Gespräch.

Von dem Unterschiede der wahren und der falschenWunderthaten.

Der Philosoph.

Sie werden bekennen, denkeich, daß in der Unterschei,düng der wahren und der falschen Wunderthaten Rousseauzum meisten zu fürchten ist, und daß seine Metaphysik undseine Vernunfrschlüsse in diesem Stücke sehr fähig sind, Je,wanden in die Enge zu treiben. Ich werde dann froh seyn,wenn Sie noch die Güte haben wollen, sich über diesen Punktzu erklären.

Der Gottesgelehrte.

Ich will Sie nicht allein willig anhören, sondern es er,freuet mich, daß Sie mir Gelegenheit an die Hand geben,Ihnen zu erweisen, wie sehr die Lehre des Rousseau dem ge,sunden Verstände und der Wahrheit zuwider sey.

Der Philosoph.

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Vernehmen Sie dann, wie er es angreift: ^ Wir wol- len zulassen,,, saget er,daß es wahre Wunderthaten gebe: aber was helfen sie uns, wenn es auch falsche Wun. dertharen giebt, von denen man sie unmöglich unterscheiden kann? Und man habe nur gute Achtung, daß ich hier falsche Wunderthat nicht eine Wunderthat heiße, die nicht wirklich geschehen ist, sondern eine Handlung, die recht wirklich übernatürlich, und geschehen ist, um eine falsche Lehre zu bestätigen. Weil das Wort: Wunderthat, in diesem Verstände den gewissenhaften Ohren anstößig schei, nen mag, wollen wir ein ander Wort brauchen, und ihm

den

* lvy. Seit.

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