Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
741
Einzelbild herunterladen
 

Wlinderthaten. 74 r

Muß er Zwang, und widerfeyung anwenden, damit siethmgeborche? Hat er Speichel, Roth, Vermischungenvonnörhen ? Aber kann ich ihn nicht dagegen fragen: Wozudienen alle diese Vernunftschlüsse, mein Herr Philosoph?Glauben Sie, daß diese Heilungen natürlich seyn ? GlaubenSie, daß Speichel und ein Bißchen Koches eine zulänglicheKraft haben. Blinde von Geburt zu Heilen ? Könnten Sie,als ein guter Naturkenner, uns die Ursache von diesem außer,ordentlichen Umstande angeben? Der zwcyte von diesenBlinden redete viel weiser, als unsre Philosophen, da er, umalle spitzfindige Fragen zu Schanden zu machen, die ihm diePharisäer aufwarfen, zu ihnen sagte: * wir wissen, daßjener, der Sott wahrhaftig ehret, und feinen Willen voll-zieht , von ihm erhöret werde. Man hat niemals gchöret, daß Jemand einem blindgebohrnen Menschen dieAugen eröffnet habe, wenn dieser Mann kein Mann Got-tes wäre, so hätte er kein solches Wunder gewirket. Dreßsind Ausdrücke, die eine redliche Seele, einen verständigenMenschen anszeichnen; einen Menschen, der vom Geists derReligion erfüllet ist. Wird may von unfern Philosophenetwas ähnliches hören?

Ferner, wird ein vernünftiger Mensch die Weise gurhei-ßen können, nach welcher der Philosoph von Genf von derGenesung des Besessenen redet, die vom heiligen Matthäus,vom heiligen Markus, und vom heiligen Lukas erzähletwird **. DieserBesessene war rasend; es zitterte die ganzeNach-barschaft vor ihm; vergebens wurde er gebunden, undangefes-selt; es gab keinsBande.keine Fessel,die er nicht zu zerreißen ver-mochte.

Matth. Vlli. Mark. V. ruk.Vlll.

Aaa z

«J»h. rx.