Wunderthaten. 7z-
Der Gottesgelehrte.
Und wie gefällt Ihnen, was er von dem Gesundmachenbeyfthet? Schicket sich wohl der schnackische und possenhafteTon, den er annimmt, aufden ernsthaften Stoff, von demer handelt? * Ich weiß nicht, saget er, ob man dieRunst gesund zu machen gefunden habe, oder ob man siejemals finden werde. Dieß weiß ich, daß sie nicht überdie Natur hinaus ist. Es ist eben so natürlich, daß einMensch gesund werde, als es natürlich ist, daß er in eineRrankheit falle. Er kann eben so wohl jähling gesundwerden, als jähling sterben. Alles, was man von ge-wissen Genesungen sagen könnte, ist dieses, daß sie ver-wunderlich, aber nicht unmöglich sind, wie wollte manbeweisen, daß sie wunderthaten seyn? Also erkläret sichRousseau. '
Der Philosoph.
Ich muß es bekennen: ich finde weder Wahrheit, nochRichtigkeit, noch Wohlstand in allem, was er uns da vor-plaudcrr. Er spricht, wie Moliere auf der Schaubühnegesprochen hätte, um die Arrzte zu verspotten, und saget, erwisse nicht, ob man die Runst gesund zu machen gefundenhabe, oder ob man sie jemals finden werde. Und aufdem folgenden Blakte saget er in einem Tone, den man demschlechtesten Marktschreyer kaum hingehm ließe: Man hat dasGeheimniß gefunden,die Ertrunkenen wieder zu erwecken,und man suchet das Geheimniß die Erhenkten zu erwecken.Also weiß er nicht, ob ein Mensch geschickt genug wäre, einekleine Krankheit zu heilen; aber er weiß, daß er geschickt ge,
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* 101. Seit»
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