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2 (1777) M - Z
Entstehung
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735
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73s

. Wunderthaten.

, Der Philosoph.

Ich merke es, und es verdrießt mich nicht; ich habe dieWahrheit lieber, als den Sieg: oder vielmehr, jener ist derschönste Sieg, durch welchen man der Wahrheit nachgiebt.

Der Gottesgelehrte.

Mit diesen unstreitigen Beweisen sind alle Wunderthatendes alten und des neuen Bundes bewiesen und dargethan.Wenn die Fluchen des rothen Meeres, auf das Wort desMoses *, und das Wasser im Jordan ans das Geheiß desIosue ** ihre Flüssigkeit verlieren, und sich wie krystalleneMauren aufchürmen, um die Israeliten durchwandern zulassen; da sind alle Gesetze, welche die flüssigen Körper an,gehen, gehemmet und aufaehalten: nur der Schöpfer der Na,tur kann sie auf diese Weise hemmen und aufhalten. Wenndie Sonne, auf das Wort eben desselben Iosue, *** in ihremLaufe stille steht; da sind alle Gesetze der Bewegung der himin»tischen Körper gehemmet: allein wer kann sie hemmen, als je,ner, der sie gestiftet hak? Wenn Elias***'" durch sein Ge,Selb das Feuer vom Himmel fallen läßt, welches in einemWwke das Opfer verzehret, das er dem Herrn schlachtet, istwohl ein Gesetz in der Physik, das man für die Ursache einerso auffallenden'Begebenheit angeben könnte?

Der Philosoph.

Alles, was Sie da von den Wunderthaten sprechen, magimmer so richtig seyn; so ist es doch dienlich zu wissen, wasauch die Philosophen von eben diesem Gegenstände sagen. Jegenauer eine Sache erörtert wird, desto klärer und rührenderwird die Wahrheit werden. Spinoza will das Wunderthä,

tige

- r. N- Moses. XIV. *' Iosue. III. * Ebend. x.

»»»» B. der Könige. xVlll.