Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
732
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7Z2* Wunderthaten.

ren kann, lautet also: Eine Wunderchat ist eine Ausnah, B

me von den Gesetzen der Natur: will man sie beurcheilen,

so muß man diese Gesetze kennen; und will man sie sicher beurcheilen, so muß man sie alle kennen. Also, wenn Einer saget, daß diese oder jene Handlung eine Wunder,

that sey, so erkläret er, daß er alle Gesetze der Natur kennet, und daß er weiß, diese oder jene Handlung sey eine Ausnahme davon. Aber, wo ist der Mensch, der alle Gesetze der Natur kennet ? Newton rühmte sich nicht, ^ alle zu erkennen. Ein rechtschaffener Mann, der bey einer unerhörten Sache zugegen war, kann bezeugen, daß er ^

die Sache gesehen habe, und man darf ihm glauben. ^

Aber er wird niemals behaupten, daß diese Sache, wenn sie immer so erstaunlich seyn möchte, eine Wunderthal

sey. Denn wie kann ers wissen ? '

M

Der Gottesgelehrte. k, a

Es wird nicht schwer seyn / Ihnen zu zeigen, daß der Nizi!

Grund, worauf Ihr Philosoph gebauer hat, sehr baufal, W

lig sey r und zu diesem Ende müssen Sie mir die Gnadethun, H

etliche Fragen zu beantworten, die ich Ihnen vortragen will. g«

Geben Sie nicht zu, mein Herr! daß die Gesetze der Namr ZU

von einem unendlich weisen und unendlich beleuchteten W« G,

sen gestiftet worden seyn? Utz

Der Philosoph. ^

Es ist nicht vonnöthen, eine solche Frage zu thun: denn Etz

es ist noch Niemanden zu Sinne gekommen, an diesem zu ^

zweifeln. ,

Der Gottesgelehrte. ^

Wenn die Gesetze der Natur von einem unendlich weisen ^

und unendlich beleuchteten Wesen gestiftet worden sind, kön,