Wunderthaten. ' 731
türlicher Dinge zuschreibt, bald mit verschiedenen Erfahr»»,gen aus der Naturkunde, oder Heilungen aus der Wundarz-neykunst vergleicht; * der sich bald Mühe giebt, sie herumter zu sehen, da er saget: sie werden von Schriftstellernerzählet, die eine dumme Unwissenheit hatten, aber fürdie Ehre ihres Herrn voll Eifere waren; und bald sich ge,nüget, sie für gütige, menschenfreundliche, wohlthätigeHandlungen anzufthen, die eher Tugenden, als Wunder,thaten wären
Was soll man von einem Manne denken, der, uner,achtet der deutlichsten und ausdrücklichsten Texte, hundertmalwiederholet, daß die Wunderthaten Jesu Christi nicht, alsein Beweis seiner Sendung, gewirket und angegeben wordenseyn? Ich will nur einen anziehen. Der heilige Johannläßt durch zween seiner Schüler Jesum Christum fragen, ober der Gesandte Gottes sey, oder ob man einen andern er-warten müsse; und Jesus giebt keinen andern Beweis vonseiner Sendung, als seine Wunderthaten. Saget Jo,Hannen , antwortet er, was ihr gehöret und gesehen ha,bet. Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aus»säyigen sind grreiniget, die Tauben hören, die Tobtensieben auf. Was wird Johann Jakob Rousseau aufdie,sin Text antworten ?
Der Philosoph.
Mein Herr! Ihre Anmerkungen verdienen einige Acht,samkeit; aber sie geben auf die Schwierigkeiten keine unmit,telbare Antwort: und diese verlange ich itzt. Die erste jenerSchwierigkeiten, welche man für die hauptsächlichste betrach.
ren
»1.04. und I0Z. Seit.
Matth. Xl.
*»106. und so. Seit.