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2 (1777) M - Z
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727
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Wunderthaten. 727

Der Gottesgelehrte.

Wie möchte wohl der philosophische Kriegsmann bewei-sen, daß die Wunderthaten erfunden worden, und nichtwirklich geschehen seyn? Wie möchte er beweisen, daß dasunendliche Wesen den Menschen nicht irgend eine Wahrheitoffenbaren dörfte, welche den Begriff der menschlichen Ver-nunft überstiege, und wo man nicht anders, als durch dasAnsehen der Wunderthaten, bewogen werben könnte, dieselbeanzunehmen? Wie möchte er beweist», daß die Wunderrha,len unglaubliche Dinge seyn? das ist: wie möchte er bewei-sen, man solle nicht glauben, daß Gott manchesmal dieWirkungen von den Gesetzen der Physik hemmen, oder auf-halten könne? Wie stolz, und zugleich wie schwach ist derTon, den dieser sogenannte Philosoph au sich nehmen will!

Der Philosoph.

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Wohlan! Wenn Sie es durchaus haben wollen, sagenIhnen unsere Philosophen darauf, so wollen wir an dieWunderthaten glauben, die in unsrer heiligen Religion ge,wirket worden find; aber wir wollen sie durch denGlauben,undnicht durch unsre Vernunft glauben, der wir gewiß keinGehör geben werden. Denn, wann der Glauben spricht,weiß man schon, daß die Vernunft kein einzig Wörtchensagen darf.

Der Gottesgelehrte.

Wie! Ihre Lehrer nennen sich Philosophen, und sie ha-ben einen Glauben ! Wer wird sich dieß bereden können?Gleichwohl erlauben Sie mir, Ihnen zu sagen, daß Sie imgegenwärtigen Falle Sich irren. Sie glauben, heißt es, dieWunderthaten durch den Glauben, und nicht durch die Ver-

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