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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
721
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Wunderthaten. 721

z. Man kann nicht daran zweifeln, wenn aufdie Wun,derthatcn berühinte Stiftungen gefolget sind, die durch glaub,würdige und immerwahrende Denkmäler bestätiget werden;oder wenn sie zu einer großen Feyerlichkcit Anlaß gegebenhaben, welche man eingesetzet hat, um ihr Andenken zu ver,ewigen. Also ist die Stiftung der christlichen Religion einimmerwährender Beweis der Wunderthaten Jesu Christi.Also sind die berühmten Umzüge von Dijon und von Doleglaubwürdige und beständige Zeugnisse zwoer Wunderthaten:einer mit der Hostie von Dijon, welche, mit Federmesser,chen durchstochen, Blut vergossen hat; und der andern mitder Hostie von Dole, die über den Flammen schwebte, alsder Altar mit Feuer umgeben und verbrannt wurde. Dieseshat der Präsident von Boivin, welcher dortmals lebte, alsdas zweyre Wunder geschah, durch folgendes Paar Verse sogut ausgedrücket:

iMpisqmä «illbltss kommemgue Dsnmgue fs-teri?

8e probst ege bommein ksv^uine, öc igve Oeum.

Nach dieser Weise soll man zu Werke gehen, um seinenGlauben an die Wunderthaten zu bestimmen. Die gesundeVernunft giebr sie ein; die Weisen folgen ihr; und ebendeßhalben kann sie nicht nach dem Geschmacks der Unglämbigenseyn.

Diese Herren machen Vsrnunftschlüsse in den Tag hin-ein , wodurch sie sich bestreben , zu überraschen und in dieEnge zu treiben, und wodurch sie zum besten beweisen, daßsie die schlechtsten Vernunftschlüsse machen. Mit diesen schö-nen Vernunfrschlüssen wollen sie an den Tag legen, daß eineWunberrhat unmöglich sey; daß der Glauben au die Wumdercham, der Vernunft widerstrebe; daß er das höchste We-ll. Band. Zz