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L.II.
Wunderthaten.
^s^underthat heißt man eine Begebenheit, eine Handlung,welche durch keine natürliche Ursache hat gewirket wer»den können; welche den beständigen und erkannten Gescheitder Natur zuwider ist, und welche man nur dem Schöpferund Herrn der Natur selbsten zuschreiben kann. Also sinddie Auferstehung eines Todten, die Unverweslichkeit einesKörpers, die Erhaltung eines brennbaren Gegenstands mit-ten unter den Flammen, die Befestigung des Wassers unterdem Fuße eines Menschen, und andere ähnliche Begeben»Heiken lauter Wundmhaten.
Obgleich diese allgemeine Bestimmung schon genüglichwäre, um zu entdecken, was eine Wunderthat sey; so wol»len wir dennoch, um die Wunderthaten der christlichen Re,ligion noch besser auszuzeichneu, etliche Bemerkungen beyse,ßen, welche uns nothwendig scheinen. Man muß dann be,merken:
i. Daß die Wunderthaten durch die Anrufung des Na»mens Gottes gewirket werden müssen. Die Ursache davonist diese, weil das Geschöpf durch das Geständnis; seines Un>Vermögens Gott verherrlichen, und durch sein Vertrauenund sein Gebeth den außerordentlichen Bcystand, den es vonihm erwartet, verdienen soll. Also ruft Moses * den Herrnan, um die Wässer des rothen Meeres zu zercheilen;Isaias um dem Erecbias eine wunderthätige Verst»cherung von seiner Genesung zu geben; Elias ***, umden Sohn der Wittwe zu Sarephta zu erwecken. Also be»
stehlt
' z. S. xiv. »xxxvm. ' z. L. der Rönrg. xvir.