Weissagungen. 69 s
men werden , bis der Messias gekommen sey. Um dieSchwäche dieser Weissagung sichtbar zu machen, dar f mannur etliche verschiedene Arten anführen, wonach nian die-se Stelle übersetzet hat. Einige erklären: die «Obergewaltwerde für immer in Iuda seyn , nachdem der Messias ge-kommen feyn werde; andere: das Do! k werde in Betrübniß leben , bis sie der Gesandte des Herrn zu Ende br n«gen werde; andere : bis die Stadt Silbo werde zerstöretseyn; wieder andere: bis der Gesandte in Silho di? ober-ste Gewalt erhalten werde. Man sieht aus der Ver-schiedenheit dieser Ueberseyungen, wie viel Dunkelheit imTexte ist. Aber wir wollen ihn im allergünstigsten Ver-stände nehmen ; so ist doch diese Weissagung, so unbe-stimmt sie immer ist, augenscheinlich falsch: denn die'Juden sind öfter als einmal, während ihrer verschredenenGefangenschaften, ohne Haupt, ohne Bönig gewesen;und Herodes , der bey der Geburt Ilesu ihr Bönig war,ist nicht aus ihrer Nation, sondern ein Idumäer ge-wesen. -
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Um den Einwurfdes du Marsats zu widerlegen, und ihnselbst zu demüthigen, und zu Schanden zu machen, genügeteö , daß wir den Text dieser einleuchtenden Weissagung her-stßen, und über die lächerlichen Erklärungen, die er von etli,chemneuen Rabbinern borget, einige Anmerkungen machen.
Dieß ist der Text der Weissagung: „Juda, du wirst„ von deinen Brüdern mit Lobsprüchen erfüllet werden; deine„ Hand wirb auf das Haupt deiner Feinde fallen; die Kin-„ der deines Vaters werden dich mit Furcht und Ehrerbie,- „ thung betrachten. Der Z-pter wird vom Hause Juda
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