694 Weissagungen.
beyde Augen aus, nachdem man seine zween Söhne infeiner Gegenwart ermordet hatte.
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Gott ließ einer lasterhaften Stadt weissagen, sie werdein vierzig Tagen untergehen. Der König und alle Einwoh-ner erschracken; sie nahmen zur Buße die Zuflucht; sie er,hielten Gnade: mW der vernünftige du Marsais schlich :So sind dann die Weissagungen falsch. Er kennet vermuth,lieh die drohenden Urtheilsprüche nicht.
Er urtheiltt nicht besser vom Sedecias. Jeremias sagtediesem unglücklichen Fürsten, Jerusalem werde erobert, undLen Flammen Preis gegeben werden; er selber werde in dieHände Nabuchodonosors fallen; erwerbe gefangen nachBabylon geführet werden, dorten im Frieden sterben, undnach Weise der Könige, seiner Vorfahren, daselbst begrabenund betrauret werden: und all dieses ist geschehen, wie es ge,weissaget worden, war. Weil nun der König von Babylondie Söhne Sedecias ermorden , und ihm selbst die Augenausstechen ließ, saget uns du Marsaio, Jeremias fty einfalscher Prophet gewesen. Man bewundere doch die Nich«tigkeit seines Vmrunstschlusses, und die Stärke seines Be»weises!
III.
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Aber wir wollen zu den Weissagungen schreiten, Ml» ^che, wie man behaupten will, auf eine so bestimmte unddeutliche weise, die Zeit und die Umstände der Geburtund des Todes Jesu Christi beweisen. Die erste, welche ,,für eine der ächtesten gielt, ist die Weissagung Jakobs, ^ „der da saget, der Zepter werde nicht von Juda genom- - „