Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
688
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688 Ursprung res Bösen. ,

2. Oder er kann «s, und will es nicht. Dieerha, ^denen Absichten der Weisheit gestatten nicht, daß er das DBöse hinwegnehme; und die Allmacht, welche von der Weis- st 6heit beleuchtet und geleitet wird, ist dadurch nicht verletzet. lB

z. Oder er kann es nicht, und will es nicht. Keines ^von beyden steht anders dem höchsten Wesen zu, als auf dieWeise/wie eben ißt erkläret worden ist.

4. Oder endlich er will es, und kann es auch. Aber ^die Weisheit leitet seinen Willen und leine Macht.

wo kömmt dann das Böse auf Erden her? Vomunvollkommenen Stande, der dem Geschöpfe wesentlich ist.

D

War es wohl der Mühe werth so viel zu sagen, der Schluß ^ ^sey sehr dringend; Laktan; habe schlecht darauf geantwortet; ^ ^

wir haben eine drolligte Weisheit ? Ey wahrhaftig! die drob 'ligte Weisheit, welche der Verfasser des Lexikons hat! , .

Beschluß.

Ist es dann wahr, daß die große Frage vom Ursprün-ge des Bösen Schwierigkeiten enthalte, die für die Vernunftdurchaus unauflöslich sind? Diesen Saß stellet uns Bayle,als das fürchterlichste Schreckbild für dre GotttSgelehrtM,und für alle christliche Philosophen vor. Er unterläßt nichtihn bis zum Eckel im Munde zu führen, und zu wiederholen.Wir haben alle seine stärksten Einwürfe vorgetragen, undwir haben nur die natürliche Einsicht und die Begriffe derOrdnung zu Rache gezogen, um daraufzu antworten.

Unterdessen, weil im Menschen zwey HauptsächlichenTriebwerke sind, welche seine Denkensart, seine Urtheile,seine Entscheidungen lenken: nämlich der Verstand und dasHerz, die Vernunft und die Leidenschaften; so glauben wir

. zwar,