^k>!
«!
A
dtz
!fi
L
jk
!Ä
chi
st!
K>!
ij«'
Aijl
ßi
!/
Ursprung des Bösen. 687
„ diese Antwort, mit dem Einwurfs verglichen, sehr schwach„ ist; denn sie laßt vermuthen, daß Gort die Weisheit nicht„ hätte geben können, wenn er nicht das Böse hecvorgebrachr„ hätte; und dann haben wir eine drolligte Weisheit,,!
Antwort.
Also drücket sich dieser Abschreiber Baylens aus, welcheraus ihm von Zeit zu Zeit etliche Gottlosigkeiten aufliest, umdie Werke seines Alters ein Bißchen aufzuwäcmen. DerSchluß scheint ihm dringend: dieß machet seinem Verstan,de oder seiner Aufrichtigkeit wenig Ehre; denn der Schlußläßt sich ohne viele Mühe widerlegen, wie man es sehen wird,nachdem wir die Bestimmung dieser zweyer Worte: Gottund Böses, werden gegeben haben. Durch das Wort: Gottverstehen wir das unendlich vollkommene Wesen; das ist,jenes Wesen, an welchem alle Vollkommenheiten, Weisheit,Güte, Macht, Heiligkeit, unendlich sind. Durch das Wort:Böses, verstehen wir die unangenehmen Empfindungen, wel.che durch den Eindruck gewisser Gegenstände auf uns veran,lasset werden; welche eine Folge des unvollkommenen Standessind, der dem Geschöpfe wesentlich ist, und die zur Ausü,bung der Tugend ein Vieles beylragen können. Nach die-ser Erklärung wollen wir auf jeden Theil des Schlusses vonEpikuren antworten.
1. Entweder will Gott das Böse von dieser Weltnehmen, und kann es nicht. Gott, da er unendlich mäch-tig ist, kann das Böse von dieser Welt nehmen, und da erunendlich weise ist, will er es nicht ganz hinwegnehmen, weiler eine Gelegenheit zur Ausübung der Tugend übrig lassenwill.
2. Oder