680 Ursprung des Bösen,
heit des Schöpfers würdiger, und tauglicher, seine Hoheitund Glorie zu offenbaren: eine Welt, wo es weder sittliches ^Guus, noch Tugend gäbe, und wo alle Geschöpfe so unfähigdazu wären, als der Stein, die Pflanze, das vernunftloseThier; oder eine Welk, in welcher verständige Geschöpfe fähig js 1wärm, di- Tugend zu erkennen, zu lieben, anzunehmen, Baus Wahl sich daran zu heften, und ihr vor allen Dingen, ji Ndie nicht tugendhaft sind, den Vorzug zu geben ? Wir fta« «Wgen ihn ferner - ob man die Tugend sieben, sich daran Heft inten, ihr den Vorzug geben, ihre Belohnungen verdienen ibjkönne, wenn man die Freyheit nicht hat? Nachdem wir Duihm örrfts Bein zu nagen gegeben haben, schreiten wir zu Meiner unmittelbaren und umständlichen Antwort. ^
1. Er saget uns, man könne den Grund, den man M
von der Gestattung der Sünde angiebt, und welcher die Er» VHaltung der Freyheit in dem Menschen ist, durch Gründe ji«Zbestreiten, die aufben gesunden Verstand, und die Begriffe ikvon der Ordnung besser gegründet sind. Aber es ist im drin »i»ten Artikel bewiesen worden, daß die Freyheit für di«wen ich
ständigen Wesen eine wesentliche Eigenschaft, und die Fehl« ^barkeit eine nothwendige Folge von der Natur beschränkter ^
und endlicher Geschöpfe ist, daß die Gestattung der Sünde ^ ^
keine der göttlichen Vollkommenheiten verletzet. Folglich ist
es wider den gesunden Verstand und wider die Begriffe von ^der Ordnung, wenn man die Gestattung der Sünde bestreitet.
2 . Er saget, daß der freyeWillen, den man dem Memschen in Umständen, wo er ihn zu seinem Untergangegebrauchen sollte, unversehrt ließ, kein gutes Geschenk "lwäre. Wohl ein falscher und lächerlicher Gedanken! Der «!Misbrauch eines Dinges bewiese nicht,daß das Ding böse sey.
z. Man