678 Ursprung des Böse».
die Auferstehung, und den Beystand, den-er Schöpfer nichtversaget, zu bessern sind. Was das Uebrige des Einwurfsbetrifft, geben wir folgende Antwort darauf:
1. Es ist falsch, daß Gott sündhafte Geschöpfe hervor-gebracht habe. Gott hatte den Menschen gerecht erschaffen:und der Mensch ist nur deßhaiben von der Gerechtigkeit ab-gewichen, weil er seine Seelenkräste ftey gemiöbrauchet hat.
2. Es ist falsch, daß er unglückselige Geschöpfe erzeugethabe. Wo war die Unglückseliakeit des Menschen in demZustande, worein ihn Gott versehet hatte, als er ihn erschuf?Was aufseinen Ungehorsam gefolget ist, muß nicht Gotteauf die Rechnung geschrieben werden, sondern dem Misbrau-che, den der Mensch mir seiner Freyheit gemacht har.
Z. Es ist falsch, daß dis höchste Macht, mit einer UN,endlichen Güte verbunden, von dem Geschöpfe alles entfer-nen müsse, was dasselbe verletzen, oder ihm verdrießlich fal,M könnte: denn die unendliche Güte wird von einer Weis-heit bel- uchret, die gleichfalls unendlich ist. Nun aber,die unendliche Weisheit wird die Uebsl nicht entfernen, wel-che eine nochwendige Folge der Gebrechlichkeit des Geschö-pfes sind, und welche, durch einen guten Gebrauch', derStoff und die Gelegenheit zur Tugend werden können: dennebendarinnen besteht das sittliche Gute, worauf die unend-liche Weisheit ihre Absicht haben muß.
Der ganze Venmnstschluß von Baylen besteht dann ineinem armseligen Trugschlüsse, welcher zwar den Absichtender Leidenschaften rchinäuchelt, aber durchaus den Vorstellun-gen des reinsten Vernnnstlichtes widerstrebet.
, Drit-