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2 (1777) M - Z
Entstehung
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667
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Ursprung des Bösen. 667

Unterdessen darf diese Fehlbarkeit des Geschöpfes, diesesVermögen seine Freyheit zu misbrauchen, und seine Pflichtzu übertreten, weil es eine natürliche Folge seiner Natur ist,dem Schöpfer, als ein Mangel der Weisheit, Macht, oderGüte nicht beygemessen werden. Sonst müßte man sagen,Gott hätte nichts erschaffen, oder nur lauter unendlich vollekommene Wesen erschaffen sollen. Aber ein jeder aus diese«zweenen Säßen ist gleich ungereimt. Wir haben die Unge-reimtheit des ersten in unsrer Antwort auf die erste Fragean den Tag gelegt. Die Ungereimtheit des zweyten ist nichtweniger sichtbar: denn, wer ein Geschöpf nennet, der nenntein endliches und beschränktes Wesen, und folglich ein fehlba-res oder mangelhaftes Wesen.

Außerdem, wenn man die Unvollkommenheit der Ge-schöpfe dem Schöpfer, als einen Fehler, beymessen könnte, sogäbe es keines, das nicht ein Recht zu haben glaubte, sichüber seinen Erschaffer zu beklagen: Der Kieselstein könntesich beklagen, daß er nicht so gut mit Organen versehen ist-als die Pflanze ; die Pflanze, daß sie nicht die Empfindunghat, wie das Thier; das Thier, daß es den Verstand nichthat, wie der Mensch; der Mensch, daß er minder vollkommenist, als der Engel; der Engel, daß er m seinen Vollkom,me Heilen dem Schöpfer nicht näher gleicht. Aber all diesessind eben so viele Ungereimtheiten, und so grobe Ungereimt,heilen, daß sie keiner Widerlegung bedörfen.

Man fühlet im Gegensätze, daß nichts tauglicher ist, dieMacht des Schöpfers Hervorscheinen zu lassen, und unsrerBe.vnndrung vorzustellen, als jene Unterordnung, jene Ver,schiecenheit, jene Grade der Vollkommenheiten in den Ge,schöpfen. Man fühlet, daß alle jene Wesen, unerachtet ih.

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