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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
665
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Ursprung des Bösen. <§6s

aus einem Leibe, der mit Hülfsgliedern versehen ist. DieSeele hat verschiedene Fakultäten; als da sind: der Begriff,welcher das Bild und die Kenntniß der Gegenstände an,nimmt : der verstand, welcher sie vergleicht, erforschet, be,urtheilet; der willen, welcher jenen nachstrebet und anhängt,die ihm gefallen, oder von denen sich entfernet, die ihm miS,fallen; die Freyheit, welche, nach der Erkenntniß und Unter,suchung, sich entschließt, ein Ding zu thun, oder nicht zuthun, zu erwählen, oder zu verwerfen, je nachdem sie es fürschicklich ansieht. Man kann noch eine gewisse natürlicheEmpfindung, welche uns das Gute vom Bösen, das Tu,gendhafte von dem, was nicht tugendhaft ist, unterscheidenläßt, und die natürliche Neigung zum Guten dazu sehen.

Alle diese Fakultäten befinden sich auf gleiche Weisemallen Menschen; aber sie befinden sich nicht bey jedem in ei,nem gleich vollkommenen Grade. Dieser Unterschied, wel-cher oft sehr beträchtlich ist, kann aus vielen Ursachen her,kommen, wovon die vornehmsten eine vollkommnere Orga,nisalion in einem als im andern, oder auch ein großer Unter«schied in der Pflegung, Unterweisung, und Auferziehung sind.Man trifft unter den Menschen manche an, welche, durchdie Vernunft, die Erkenntniß, und den Scharfsinn, nur wernig geringer, als pur geistige Wesen scheinen; und man fin,der auch andere darunter, welche, durch ihre Dummheit,kaum etwas besser als die Thiere scheinen, die keine Ver,nunft haben.

Zu diesen geistigen Fakultäten muß man noch andere Ge,sinnungen sehen, die von einer verschiedenen Gattung sind ,die vom Leibe Herkommen, und die der Ursprung der Leiden,schäften sind. Man muß auch im Menschen verschiedne Ar,

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