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Ursprung des Bösen. 66 k
Antwort« Wir Haben gesthen, daß Gott endlicheund beschränkte Wesen, von verschiedenen Gattungen, undmit verschiedenen Graden der Vollkommenheit hatte erschaffenkönnen. Nun aber, beschränkte und endliche Geschöpfemüssen der Unvollkommenheit unterworfen scyn; denn diesesist eine nothwendige Folge ihrer Natur. Wir haben auchgesehen, daß er freye verständige Wesen erschaffen hatte.Allein, freye verständige, aber beschränkte Wesen können un«ter verschiedenen Gattungen von Gütern, unter scheinbarenund wirklichen Gütern, unter erlaubten und verbotenenGütern eine Wahl treffen. Es ist dann eine Folge vonihrer Natur, daß diese Geschöpfe manchesmal sich bekriegen,übel wählen, und folglich sündigen können. Der Gerech-tigkeit, Weisheit, und Güte Gottes kömmt es zu, ihnenHülfsmittel und Beweggründe an die Hand zu biethen, diefähig sind, sie vor der Verführung zu bewahren, und vonder Sünde abzuziehen. Nun aber, er beut diese nicht a kleinan die Hand; sondern es hat noch keinen vernünftigen Men,schen gegeben, der sich zu sagen getrauet Hätte, er biethe sieuicht an. Bayle hat die Stärke dieser Gründe so gut ge,fühlet, daß er aus Verzweiflung, und weil er unmöglich zuantworten weiß, so weit geht, daß er zu verstehen giebt,Gott hätte dem Menschen den freyen Willen nicht gebensollen. Die Antwort schicket sich in der That für einenVerzweifelten.
Fünfte Frage. Da Gott die Sünde des Menschenvorhergesehen hat, hätte er sie nicht verhindern sollen ?
. Antwort. Damit wir diese Frage richtig beanttvor,^ ten mögen, muß man die Sünde unter zweenen verschiedenenGesichtspunkten betrachten: i. In Absicht auf Gott, demß Tt z die