Ursprung des Bösen. 65;
^ der Manichäer ist , seiner Einsicht spotten , und die^ Wichtigsten Hauplwahrheiten verwirren können. —Man muß seinen Verstand dem Gehorsame des Glaubensgefangen geben, und über gewisse Dinge niemals streu^ h ten. - Das nothwendigste Mittel, die Religion Jesu^ Christi zu erhalten, ist die Pflicht, sich dem Ansehen Got-^ > tes zu unterwerfen, und die Geheimnisse demüthig zu^ glauben, die er uns zu offenbaren beliebte, wenn sie inv
Htztz mer so unbegreiflich wären, und unsrer Vernunft im mer^ so unmöglich scheinen möchten.
Nach dem Tone dieses Mannes sollte man sagen, daß er^ lauter Sentenze spricht: und wenn man aufmerksam unter-er suchet, was er saget, so sieht .man nichts, als ein Geschwätz,das einem Menschen, der zu denken und zu urtheilen weiß,it: erbärmlich vorkömmt.
^ Ls ist nützlicher als man denket, wenn man die Ver«^ nunft des Menschen demüthiget. Aber, warum die Ver,ek nunft des Menschen demüchigen ? Man muß sie, im Gegen-sätze, beleuchten, leiten, verbessern, wenn sie in der Gefahrwäre, dnrch das Irrkhum verführet zu werden. Die hoch»^ müthigen Leute, die Verführer, die schlechten Schlußmachermuß man demüthigen.
^ Man muß dem Menschen zeigen, mit was für einer^ Stärke die thörichtesten Retzereyen, wie jene der Mani-k * chäer ist, seiner Einsicht spotten. Und warum wirfter sich zum Sachwalter, zum eifrigsten und hitzigsten Ver«sichrer eben dieser Ketzereyen auf, den man jemals gesehen^ hat? Warum saget er kein einzig Wort, um jene wichtigenz ^ Hauptwahrheiten zu bestätigen, welche von eben diesen Kche«^ reyen angefochten werden?
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