654 Ursprung des Bösen.
4. Um seinen Leser besser zu himergehen, und in dieSchlingen seiner verfänglichen Schlußart besser zu verwickelnführet er ihm ohn Unterlaß sein persönliches Schicksal zu Ge-mükhe, und stellet ihm beständig diesen Gegenstand vor,als wenn er einzig von der Güte Gottes abhimge. Da«diese Güte in einer unbeschränkten Gmauheit annimmt, ohnemindeste Absicht auf die übrigen Vollkommenheiten , dieGotte nicht weniger wesentlich sind, will er diese Güte allesvorbestimmen, oder alles verzeihen, oder die Augen zu allemschließen lassen. Er bekümmert sich weder um die Freyhcit,noch um das sittliche Gute, noch um die Tugend; «sprichtsogar in seinen langen Abhandlungen und weitläufigen Er«klärungen kein einzig Wort von all diesem. Er will nicht-anders, als daß es kein physisches Uebel für den Menschen,sowohl in dieser als in jener Welt, gebe. Mit einem Worte,darr das Wort: Güte, beständig im Munde hat, und wie«verholet, und vergrößert, was der Begriff von Güte Heischenund vorstellen mag, machet er nur eine wahre und blindeBlödsinnigkeit daraus.
5. Weil Bayle wohl merket, was für eine gehäßigeRolle er spielt, da er so hitzig für den Manichäismuskäm«pfet, bringt er noch neue Trugschlüsse, als die siegreichsteVer«theidigung, und die vollständigste Rechtfertigung seines Be-tragens, auf die Bahne. Er möchte noch bereden, man seyihm viele Verbindlichkeit schuldig, und man könne aus seinenAnmerkungen großen Nutzen ziehen. * Denn es ist nützli-cher, als man denket, sagt er, wenn man die Vernunftdes Menschen demüthiget, da man ihm zeiget, mit wasfür einer Stärke die thörichtesten ^Reyereyen, wie jene
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- Artrk. Paulicianer, Note M-