6^0 Ursprung des Bosen,
die gröbsten Ungereimtheiten verfällt, und Vernunstschlüsse ^brauchet, die beym ersten Blicke anstößig sind, und derer ^Falschheit in die Augen fällt. Man kann davon aus denfolgenden Mustern schließen. D
1. * Bayle versichert uns an einer Stelle: Ne Verthei- ^ ^
diger des Manichäismus wären durch die Gründe g prio- ^ri bald ;u Boden geschlagen gewesen. Die Gründe a po- ^iteriori waren ihr Hauptwerk: damit konnten sie sich L«lange herumschlagen; und da waren sie hart zu über, Mswinden. Und anderswo giebr der nämliche Mann auch dieVersicherung: ** die Rirchenvätec hätten sollen alle Grün- Hhde u priori fahren lassen, als Außenwerke der Festung, Mdie leicht angegriffen werden mögen, und die man nicht U „behaupten kann. Sie hätten sich mit den Gründen a ^polieriori genügen, und all ihre Macht hinter dieser ^Verschanzung versammeln sollen. ^
Wir sagen kein Wort über einen so starken und so auf ^fallenden Widerspruch; wir genügen uns, daß wir ihn arizei- ^ ^Akm «diu
2. Man muß alle Scham verloren haben, um Grund, ^
säße zu bestätigen, welche die Vernichtung alles sittliches Gu, , ^
ten und Bösen , des Lasters und der Tugend, der Freyheit, , ^
und aller Dinge, wovon uns die Vernunft und die Religion ^ ^
die deutlichsten Begriffe beybringen, nach sich ziehen. Und ^
eben dieses rhut Bayle, wo er sich also ausdrücket. ^ Durch , ^die Begriffe, die wir von einem erschaffenen Wesen haben, ^ ^
können wir nicht begreifen, daß es ein Ursprung der ^Handlung sey; daß es sich selbst bewegen könne; und, da ^
es, in jedem Augenblicke seiner Dauer, seyn Daseyn und
das
* Artikel: Manichäer, Note Mg.
-* Artikel: Paulicianer, Note W. '"' Ebend. Note W> .