646 Ursprung des Bösen,
sten sehen ihre Schrift für göttlich, und von Gott eingegebenan; sie erkennen ihre Kirche für ein höchstes Obergerichr, dasvom heiligen Geiste geleitet wird, und in seinen Urcheilenund Entscheidungen untrüglich ist. Es sind dann Punkte,worüber sie nicht vonnöthen haben, Beweise zu fodern, wosie kein Recht hätten, Beweise zu begehren, und wo sie demAnsehen nachgeben müssen. Die Göttlichkeit der Schrift unddie Untrüglichkeit der Kirche stellen sie dann genügsam sicher,dienen ipnen anstatt der Beweise, halten der Stärke der tristtigsten Beweise die Wage, und überrreffen sie noch. Wannmau darzeiget, daß Gott geredet Hat, so kann inan nichts wei.ter begehren.
Aber iin Systeme der Manichäer ist nichts dergleichen. ,Es sind eite! Menschen dabey. Wenn sie etwas behaupten, Mverbinden sie sich zu beweisen ; und wenn sie ohne Beweise ber ^haupcen , hat man das Recht, sie und ihre Vorträge zu ver, ^werfen, und zu verschmähen. Nun haben wir aber gesehen, ^daß sie ohne Beweise behaupten. W
2. Das ganze System der Manichäer ist eitel Gewebvon Ungereimtheiten, wie es Archelaus, der Bischof von MBaschra in Mesopotamien, in seiner Unterredung mit Ma- Tipnes bewiesen Har, wo dieser mit Schande beladen wurde, ^
und seine Beschämung durch die Flucht verbarg. Wir wob ^len hier etliche vorrragen. ^ E
Erste Ungereimtheit. Die unbegreiflichste Ungereimt» ^Heit, welche ber menschliche Verstand jemals ausgebrütet hat, ^ist der Begriff von einem übelthätigen Grundwesen, welches ^gleich ewig mit Gotte, unabhängig von Gotte, und vermör itz,gend ist, die Allmacht und alle Absichten der Weisheit Got> ^teS zu hemmen. Dieses übelrhärrge Wesen ist aus sich selb' tzj,
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