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Ursprung des Bösen. 64s
her. Nach diesem Systeme verwarfen die Manichäer dieBücher des allen Gesetzes, weil es ausdrücklich heißt, daßder Himmel und die Erde das Werk eines göttlichen Schöp-fers , und daß alle Werke des Schöpfers gut seyn. *
Wie sich immer die alten und neuen Manichäer bemühethaben, um ihr System zu verfeinern, zu vertheidigen, wahr,scheinlich zu machen, so ist es dennoch leicht, die Nichtig«keit und Ungenüglichkeit davon zu zeigen, und die gröbstenUngereimtheiten darunter aufzudecken.
i. Dieses System ist ungenüglich und nichtig. Es grün»det sich auf keinen augenscheinlichen Grundsatz, welcher fähigwäre, uns zu überzeugen, und es wird von keinem Ansehenbestätiget, dem wir uns mit Vernunft unterwerfen müßten.
Man fraget die Manichäer: was ist der Ursprung desBösen ? Sie antworten: Er ist die Materie und die Finster»nisse, welche vom übelthätigen Grundwesen erschaffen, oder indie Bewegung gebracht worden sind. — Und was für Be»weise geben sie von dem Dafeyn dieses übelthätigen Grund-wesens an?— Keinen. — Aber warum nehmen sie es an,da sie keinen Beweis davon haben? Weil es keine Wir,
kung ohne Ursache geben kann. Der Vernunfkschluß derManichäer läuft dann auf dieses hinaus: Es ist Böses in derWelt; wir kennen die Ursache nicht davon; so ist dann dieseUrsache ein Grundwesen, das aus sich selbst besteht, und un,abhängig und ewig, wie Gott sechsten ist.
Diese Art zu schließen machet den Manichäern und ihrenAnhängern nicht viele Ehre.
Ferner wird dieses System durch kein Ansehen bestätiget,das uns verbinden könnte, uns zu unterwerfen. Dir Chri-sten
i. L. Moses. I.
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