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2 (1777) M - Z
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640
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640 Vorurtheile.

testen sind, und welche der Wohlstand, die Ehrlichkeit, dieOrdnung ims zum meisten unterdrücken heißen; weil manaußerdem von der Weisheit, der Heiligkeit, und dem Um,fange jenes natürlichen Gesetzes und jener natürlichen Reli-gion , wovon uns Cicero und Aousseau so Herr! che Ver«stellungsn machen , beynahr keinen Begriff hak. Wir ken-nen noch beyseßen, daß die Auslegungen der Ungläubigen,der FrsyLmker, der Neuphilosopheu von dem natürlichenGesetze, und die Beyspiele und die Sitten der meisten ausihnen, unwiderlegliche Beweise sind, daß wir die WahrheitVorträgen.

Wenn man diesem Vorurtheile folget«, mein Herr! sowürde man bald die Zucht, die guten Sitten, die Ehrlich,keil von der Welt verbannen, und der Mensch würde sich,in der Knechtschaft seiner Sinne und der körperlichen Lüste,nach dem Gedanken eines persischen Schriftstellers, weit un,ter die Thiere selbst hsrabsehen. * Denn wenn man seineVernunft von der Begierlichkeit bemeistern läßt, sagetdieser Schriftsteller, ist man verächtlicher, als Thiere,welche nichts besitzen, um die Sinne zu zäumen undzu bewältigein So weit möchte jener schöne Grundsatzleiten, daß man sich mit dem natürliche» Gesetze genügendörfe. 5

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Ich könnte Ihnen noch viele andere, eben so verächtli-che , eben so unvernünftige, und eben so schädliche Vorn»theile anführen , welche man beynahe in allen Schriften umsrer sogenannten Philosophen amrifft. Gleichwohl werdensie von diesen Herren immer mit kühnem Muthe ausgebren

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Herbelot. Zis. Seit»