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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
633
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zu thun ; welche nur mir Verachtung auf die vergangenenZeiten zurückblicken; welche durch etliche elende Trugschlüsse,die sie jnr unumstößliche Beweisgründe aufstellen, alleswankend zu machen und umzuftürzen suchen, was bisher inder Gesellschaft angenommen und in Ehren g-halten wurde:ich will sagen, daß Leute von dieser Art nochwendig weitmehr Vorurcheilen unterworfen seyn müssen, als die einfäl,tigsten Menschen unter den Christen nimmer sind. Denn, zuwie vielen falschen Meymmgen und Jrrchümem verleitetnicht dieser Eigendünkel? Wie viele ungereimte Schlüsseund verwägene Aussprüche lehret er nicht machen? Wieviele falsche Scheingründe und. unzulängliche Beweise heißter nicht annehmen?

Der Philosoph.

Es wäre fürwahr recht zu wundern, wenn Leute, wieSie da geschildert haben, allezeit die Vernunft und die Wahr,heit auf ihrer Seite hätten: und man dörfte hundert gegenEines wetten, daß sie, und jene, die ihnen Gehör geben,den lächerlichsten Vorurcheilen zu Preise werden müßten.

Der Christ.

Dieß ist noch nicht alles. Muß nicht jene »«beschränk,te Unabhängigkeit, welche diese Herren in ihrer Art zu den-ken und zu handeln an sich nehmen; muß nicht jener stolzeTon, womit sie erklären, daß sie sich an die Vorschrift desnatürlichen Gesetzes und der Vernunft halten, in allerhandJrrthümer und Ausschweifungen verleiten?

Der Philosoph.

Es wäre wohl möglich: denn es giebt keinen blindemund betrüglichern Führer, als den Stolz; und unter gewissenWeltlemen ist nichts gemeiner, als daß sie alles, was unbe,

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