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2 (1777) M - Z
Entstehung
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625
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Vorurtheile. 625

Der Philosoph.

Mein! darinnen bestehen die Vorurtheile nicht, die manihnen Schuld giebt.

Der Christ.

Sie gestehen dann alle jene Wahrheiten ein, die ich ebenvorgerragsn habe? Sie gestehen dann alles ein, was denGrund der christlichen Religion ausmachet, und alles, wasden Philosophen und den Ungläubigen in der christlichen Re«ligion zum meisten im Wege steht?

Der Philosoph.

Ich hake Ihnen schon gesagec: darinnen bestehen dieVorurtheile nicht. Denn das natürliche Gesetz lehret unsalle diese Glaubenssätze selbsten, wie es Herr Rousseau inseiner berühmten Glaubensbekenntniß * augenscheinlich vor dieAugen leget.

Der Christ.

Wir wollen also zu andern Punkten schreiten, und sehen,ob man bessern Grund haben werde, den Christen Vorur-theile Schuld zu geben.

Die Christen lassen eine Offenbarung zu; sie halten dieBücher des alten Bundes in Ehren, als Bücher, die vomheiligen Geiste eingegeben sind, und sie beweisen ihre Glaub-würdigkeit und ihre Göttlichkeit unumstößlich. Das neueTestament ist die Sammlung von der Lehre Jesu Christi,und von der Geschichte seines Lebens auf der Erde. ZweyDinge können uns von dem Werehe dieses Buches überzeu-gen : die Bewunderung, die es in den rugendsamen Seelenerwecket, und das Schrecken, das es denen einjagct, die sich

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- Emil. z. Band.II. Land»