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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
623
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^ . Vorurtheise. 62z

schränken können: und daraus schließen wir, daß seineKenntmßund seine Einsichren sich über alles erstrecken, daß^es sich ftlbsten vollkommen kennet, und daß es auf gleicheMiss alles kennt, was es erschaffen hak.

Wir sagen: Es muß auf das Höchste heilig feyn; dasist: es muß die Ordnung, und alles, was die Ordnung er-hält und belanget, unendlich lieben; es muß auch aus ebendiesem Grunde alles, was der Ordnung widerstrebet, mis-billigen und verdammen. Es muß also die Tugend lieben,welche mit der Ordnung einstimmer, und das Laster hassen,daß dre Ordnung störet und umstürzet.

Die Gerechtigkeit ist zu der Vortrefflichkeit seines We,sens eben so wesentlich, als die Heiligkeit. Die Gerechtig-keit muß also jedem Geschöpfe zutheilen, was ihm gebühret:sie muß dann die Tugend ehren und belohnen, das Lasterrichten, verdammen, und strafen. Und wenn wir oft indieser Welt das Laster ungestraft, glücklich, und im Siege,die Tugend aber verlassen, oder verfolget sehen; so urrhcilenwir, daß jenes höchste und gerechteste Wesen sich eine andereZeit Vorbehalte, um der Tugend und dem Laster zuzmheilen,was sie verdienet haben.

Was sagen Sie zu dieser Reihe von Begriffen, wo,durch wir zu erkennen geben wollen, was Gott sey.

Der Philosoph.

Alle Philosophen werden diese herrlichen Begriffe vonGotte gelten lassen. Sie sind vom Finger Gottes sechstenin das Herz des Menschen geschrieben, und sie sind durch-aus nothwendig, um die Gesellschaft zu leiten, und zu ver,binden.