614 Vernunft. --
die vorgeblichen Verkheidiger der Vernunft auftverftn. Dev,noch wollen wir noch erliche vortragen, damit für den Lesernichts ermangeln möge, und damit er die vollständigsten Er,lämrungen erlange.
Zweyter Artikel.
Cinwürfe etlicher Philosophen wider die vor-hergehenden Sätze. >
I.
^ ^>eißt es nicht die Ungereimtheit und die Tyranneibis zum Uebermaaße treiben, wenn man ver-langet, wie es die Pfaffen thun, daß man sich nachVorschriften, welche man brauchet, um zur Erforschungder Wahrheit in allen Wissenschaften zu gelangen, nichtrichten dürfe, wann von der Religion die Rede ist?
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Verleumdungen und Widersprüche: dieß bringt derunsinnige Schwärmer in seinem Einwurfe vor. Verleum-dungen: Wir haben in unfern vier Säßen gezeiget, was fürVorschriften man in der Kirche gebrauchet, und gebrauchensoll , sowohl um zur Erkenntniß der Wahrheit zu gelangen,als um die Wahrheit zu kehren. Widersprüche: weil erhier bekräftiget, mau richte sich in der Kirche nach keinerVorschrift, um die Wahrheit zu finden; und im ersten Ka<pitel seines hißigen Geschwatzes'gesteht er, daß man unterden Christen predige, man müsse sich vor den falschenPropheten hüten; man müsse Acht haben, daß mannicht verführet werde; und der heilige Paul sage uns,man müsse alles untersuchen, alles erforschen. Sich wi-der,
* Phil. Rriegsm. 6. Rap.