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2 (1777) M - Z
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615
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Vernunft. 615

versprechen ist das gemeine Loos derjenigen, die wider dieWahrheit streiten. /

II.

Es ist eine Arglist, welche sich für die Schelmen gutschicket, die sie ersonnen haben, daß man ohn Unterlaßausruft: Man muß sich Gotte Unterwerfen: dem mensch,lichsn Verstände steht es nicht zu, den Willen des Ewigenzu erforschen, seine Macht einzuschänken, noch weniger, dieRachschlüffe seiner Weisheit zu ergründen. Man muß blindgehorchen, U. s. w. Dreß ist die Frage nicht. Man zwei-felt nickt an allen diesen Dingen. Der Zweifel fälltnicht auf den Gehorsam; er fällt auf das Gcboth.

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Aber, mein Herr Plauderer! wenn es wahr ist, daßman sich Gotte unterwerfen muß, daß es dem menschlichenVerstände nicht zustehr, den Willen des Ewigen zu erforschen,u. f. w. warum sagen Sie, diese Säße seyn nur Arglist,welche Schelmen ersonnen haben? Wenn es wahr ist, daßes Fälle giebt, wo man blind gehorchen soll, und wenn daranNiemand zweifelt; warum sagen Sie im folgenden Kapitel:Ls ist eine Ausschweifung, die Vernunft zu ersticken,und sie in eben diesen Fallen für blind gelten zu lassen?Mein Herr Schlußredner, mit Ihren überzeugenden Grün-den! werden Sie doch mit sich sechsten einig.

Die übrigen Einwürfe, die man beybringen kann, stehenin den Artikeln: Geheimnisse, Gewißheit, Glauben, Of-fenbarung.

O. q 4

XllX.