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2 (1777) M - Z
Entstehung
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607
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Vernunft. 607

,^ Es ist kein vernünftiger Mensch, der nicht mit Verguss,

gen den Vordersatz zugäbe; und die Philosophen , auch diezum schweresten nachgeben, werden ihn müssen hmgchenlassen. Es kömmt also nur darauf an, denMittersatz zuft. beweisen, und aus einander zu legen: und dieses wollen wir^ mit aller möglichen Deutlichkeit und Kürze chun, ob es^ schon nothmendig eins umständliche Erklärung erfodert.

Die christliche Religion ist gestiftet worden, um alle^ Menschen von jede!» Alter, von jedem Stande, Große undft, Kleine, Gelehrte und Unwissende, erhabne Genien, nuttel,

> mäßige Geister, ja sogar Leute vom schwächeften Verstände,für Gott zu bilden, und Gottes würdig zu machen. DerUnterschied in der Fähigkeit, Einsicht, und Scharf,mnigkertft, machet nichts aus, in einer Religion, welche nichts als eineA, redliche Seele, ein reines Herz, eine aufrichtige und groß-^ mükhrge Liebe zur Tugend fodert. Nun aber, die Weise,^ womit man die Wahrheiten der Religion ansleget, vor-^ trägt, und beweist. ist höchst vernünftig, sowohl in Absichtauf jene, die nicht iin Stande wären zu untersuchen, undaus sich selbst zn urrheilen, als in Absicht auf diejenigen,j welche im Stande wär en, und das Recht hätten, es zu thun.!, Wir wollen die zween Thsile des Mittersaßeö beweisen.

^ Beweis des°ersten Theiles.

e Um die Menschen für Gott zu bilden, stellet ihnen dieReligion, allen einförmig, ihre Lehrsätze und ihre Gebcthevor, wovon der kurze Begriff in den Giaubensformeln oder^ Bekenntnissen, und in den zehn Gebothen enthalten ist, die^ man sonst die Geboche Goires nennt, und welchen etlichebtygesehet werden, die von der Kirche gemacht worden sind,i Die,