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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
604
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624 Vernunft.

Man darf nicht wundern, daß man in den Werken ge,wisser Schriftsteller so viele Vernunftfchlüsse antrifft, vondenen manche zweydemig, falsch, und geschickter zu verführen,als zu beleuchten: andere lächerlich, elend, ungereimt sind,die nichts als Verachtung, oder Unwillen verdienen. Vormehr als achtzehn hundert Jahren hat Cicero schon gesagt: Fürwahr, ich weiß nicht, wie es komme, daß aus allenUngereimtheiten, die einem Menschen zu Sinne kommenkönnen, keine ist, welche nicht von einem Philosophen auf die Bahne gebracht oder verrheidiget worden wäre,,.*8eä ne5Lio, «guomocko nikil tam ablurcke 6ici potest,<juoä non äicatur ab nliquo?kiIolopkorum.

Aber, ohne daß wir bis auf jene alten Träumer zurück-kehren , wie viele ungereimte, lächerliche, ausschweifendeVernunftschlüsse wird man nicht in den neuartigen Philo-sophen, in Svinoza, Baylen, Voltatren, in den Verfas,fern des philosophischen Rriegsmanns, der Zergliederungder Religion, des Emils, und in allen jenen übrigenSchriftstellern antreffen, welche, gleich den lächerlichen Rie-fen in der Fabel, Len Himmel stürmen wollen, um Gottund seine Heiligen daraus zu jagen?

Diese sogenannten Philosophen reden immer von der Ver-nunft , weisen uns immer an die Vernunft, und tragen unsniemals etwas anders, als ihre Vernunftschlüsse vor: aberdie Geschichtchen und Nachrichten, die sie zur Vertheidigung-er Ausgelassenheit und Gottlosigkeit in die Welt ausblasen,geben sie ohne Scheue für das Werk der Vernunft an, wennsie gleich nur Sammlungen von Ungereimtheiten und Fang-schlüssen sind. Laßt uns zum wesentlichsten Hauptsätze die-ses Artikels schreiten.

Vierter

»ich

« Po» der wahrsag. 2. B.