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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
598
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593 Vernunft,

der gesellschaftlichen Ordnung ausmachet, zusammenhängt:das kann eben so unmöglich falsch scyn, als es unmöglichist, daß ein Ganzes nicht größer sey, als einer seiner TsM.Nur dis Philosophen nach der Mode können darüber Aus-flüchten suchen: und worauf zielen ihre Ausflüchten ?

Vierter Schluß. -

Die berühmtesten Widersacher der Religion achten wenigauf die Beweise geschehener Dinge, die ihre Wahrheit anden Tag legen; aber ste häufen ohne Scheue die unsicher-sten und verdächtigsten Begebenheiten, sobald ste wider dieReligion sind. Gleichwohl singen sie uns hochinüthig, daßsie nichts für sicher und wahr annehmen, als was ihnenihre eingebildete Vernunft entdecket. Kann man auf ihreEhrlichkeit und Aufrichtigkeit ein vieles trauen? oder zeigensie in ihrer Art zu schließen viele Richtigkeit?

Zweyter Satz.

Man kann in der Erforschung und Untersuchung derWahrheit nicht sicher zu Werke gehen, wenn man zudieser Erforschung und Untersuchung keineredliche Vernunft brauchet.

Beweis des Satzes. Man kann in der Erforschungund Untersuchung der Wahrheit nicht sicher zu Werke gehen,wenn man nicht die Hindernisse aus dem Wege räumet,welche verhindern würden, sie zu stüdm und zu erkennen.

Nun aber, nur eine redliche Vernunft kann diese Himdernisse entfernen.

Folglich kann man nur mit einer redlichen Vernunft in derErforschung und Untersuchung der Wahrheit sicher zu Werkegehen.

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