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2 (1777) M - Z
Entstehung
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596
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596 Vernunft.

nicht beweist. Wenn sie Jemand anfechten wollte, müßte

man ihn, anstatt aller Antwort, ins Tollhaus schicken.

«

Die Wahrheiten, welche wir durch die Sinne erkennen,sind jene, die sich aufden Eindruck beziehen, den die Kör«per durch ihre Handlung und ihre Eigenschaften aufuns wir«ken. Diese Wahrheiten nehmen keine Gattung der Beweisean, die wir für die übrigen angedeutet haben. Weder durchVernunftschlüsse, noch durch Zeugschaften urcheilen wir vonder Hitze, von der Kälte, von der Süße, von der Bitter,keit, und von dem verschiedenen Eindrücke, den die Körperauf unsre Sinne machen. Die Vernunft nimmt in allendiesen Dingen keinen andern Richter an , als die persönlicheEmpfindung.

Hier sieht man die verschiedenen Gattungen der Wahr,Heiken, welche im Vermögen der Vernunft bestehen, unddie Wege, wonach man sich kehren soll, um zu ihrer Erkennt,niß zu gelangen: und daraus soll man folgende Schlüsseziehen.

Erster Schluß.

In der Erforschung und Untersuchung der Wahrheit,will die Vernunft, daß wir die Wege ergreifen, welche denverschiedenen Gattungen der Wahrheiten, die wir untersuchen,eigen und angemessen sind. Also muß man die Wahrheitenim Verstände nur durch Vernunftschlüsse, die Wahrheitenaus der Geschichte nur durch das Ansehen der Zeugnisse, dieWahrheiten aus der Erfahrung nur durch die Empfindung^ erforschen. Außerdem weicht man von der Vorschrift derrichtigen Vernunft ab. Und deßhalben fraget man: Da je,ne Philosophen, die wider die Religion zu Felde ziehen, ohnUnterlaß die verständlichen und metaphysischen Wahrheiten

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