Druckschrift 
2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
586
Einzelbild herunterladen
 

586 Verfolgungen,

schönen Handel zu verteidigen." Erstreitet, er verleumdet,er tritt immer mit einer gleichen Unverschämtheit der Wahr-heit entgegen. Entweder läugnet er die Verfolgungen, oderer giebl die grausamsten Verfolger für die schätzbarsten Wensen aus: und die Christen, die Schlachtopfer ihrer Gran,samkeit, stellet er niemals anders, als wie Verbrecher vor,die billig gestrafet wurden.

xi«i

F

W

,/

Julian war, nach Voltaircn, vieleicht der erste unterden Menschen, oder zum wenigsten der zweyte daran.Man erforsche in ihm den Menschen, den Philosophen,den Kaiser, saget er; und man suche mir dann dm Für,sten, den man ihm zur Seite stellen dörste. Er ließ nie>mals einen Christen tödten; er verfolgte sie nicht. Erließ sie, als ein gerechter Kaiser, ihrer Güter genießen,

und als ein Philosoph, schrieb er wider sie,,,

Dieß saget von Julianen hxx christliche Voltaire; undman vernehme, was die heydnischen Schriftsteller von ihmsagen. Eurropius ^ tadelt an »hin seine hartsinnige Erbinterung gegen die christliche Religion; Aurel Vicor ** sei«neu ausschweifenden Aberglauben im Götzendienste. Am-mtan Marcellin wirst ihm die Unbilligkeit seiner GeserHe gegen die Christen, und seine Kunstgriffe vor, die Zwie,kracht unter ihnen anzufachen. Endlich die öffentlichen Ur,künden und die Geschichteschreiber zeigen uns eine große ZahlMärtyrer an, die unter seiner Regierung gelitten haben.Julian, saget Voltaire, hat sich genüget, als ein Philosophwider sie zu schreiben; und Voltaire machet es heut zu Tage,wie der Philosoph und der Mameluk, Julian.

Die

»i ILH

-A

üir

" lo. B.

** Im Julian.

E -L. B.