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Verfolgungen. 579
die den Christen vorwerfen, daß sie die Geschichte nicht alsPhilosophen studieren können; die sich immerfort der Diensterühmen, welche sie als Philosophen dem menschlichen Ge,schlechte leisten.
Mein durch die Grundsätze, die wir im vorhergehendenArtikel bestätiget haben, fühlet man schon, wie sehr manauf eine solche Philosophie Miötrauen sehen solle; man sin,det alles in seinem ächten Werthe; man verwahret sich leichtvor der Verführung. Wir wollen dann hier die Anwen,düng von diesen Grundsätzen machen, und besser auseinanderlegen, was wir von allen jenen Dingen, die man ohne Un,terschied unter dem Namen: Verfolgung, vermenget, nurÜberhaupts gezeiget und gewiesen haben.
Nach diesen Grundsätzen wird man die Verurtheilungdes Galiläi für eine Sache ansehen, die weder den Richterngroße Ehre, noch diesem berühmten Physiker und Sternken,ner großes Unheil, noch der Gesellschaft großen Schadenbringt. Die Richter gaben zu erkennet», daß sie den Laufder Planerenwelt nicht so gut kannten, als Lopernik undGaliläi. Wie viele Richter sprechen alle Tage blindere undschädlichere UttheileGaliläi wurde verdammet, an gewissenTagen in der Woche etliche Vater unser und Ave Mariazu bethen: die Meynung von der Bewegung der Erde umdie Sonne herum gieng dennoch fort. Hat man hier wohlUrsache, so sehr darüber zu schreyen?
Aber Arius, pelagius, Neftorius griffen die Haupt,lehrsäße des Chistenthums an. Man widerlegte sie lieb-reich und sanftmüthig. Die größesten Männer ihrer Zeiten,Athanasius, Augustin, Cyrill, die Papste bewiesen ihnenihre Imhümer. Diese hochmürhigen Ketzer weigerten sich
Oo 2 - hart,