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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
578
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578 Verfolgungen.

^ Das rechtförmigste Betragen gegen Leute, welche die er,chrecklichsten Störer des Friedens, der Ruhe, ftnd der Ein»krackt in der Gesellschaft sind, stellen sie etlichen Handlun»gen einer übertriebnen Strenge an die Seite,, die zu unge»ßtteten Zeiten geschehen sind, und welche sie mit aller Sorg»falt verfälschen und vergrößern; und schreyen: Verfolgung!

Endlich reden sie im gleichen Tone von den Strafen, wel,che sehr weislich wider die lasterhaften Menschen nach denGesetzen der Religion und des Staates verordnet wordensind; und von dem berufenen Bartholmätage, welchenein gallsüchtiger und rachgieriger Fürst angeordnet hatte, deraber durch zwölfjährige Meukereyen und Verwirrungenaufs äußerste getrieben war. Das Wort: Bartholmä«tag, ist die große Losung jener sinnlosen Schreyer. Dergroße Voltaire hat tausendmal wider den Bartholmä«tag geheulet; alle, die von seiner Sekte sind, wiederholenalle Tage das nämliche Geheul wider den Bartholmä-tag ; und bis auf die schlechtesten Schulbürschgen, die zumUnglauben anfgeschworen haben, und von den Philosophenabgcrichtet werden, ist keiner, der nicht seine Kraft versuchte,aus vollem Halse, wider den Bartholmätag zu schreyen.

Es ist rathsam zu bemerken, daß diese unermüdetenSchreyer Leute sind, welche jederzeit alles, was Zwang oderRecht, billig oder unbillig, rechtmäßig oder unrechtmäßig ist,unter einander mengen; welche die Begebenheiten, die Be»weggründe, die Ursachen der Nvthwendigkeit, oder der Ge»bühr ohneScheue verfälschen und verunstalten. Es ist rathsamzu bemerken, daß cs Leute sind, die sich Philosophen nennen;

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Bartholmätag Das bekannte Blutbad zu pari». i57r.