XI.VH.
Verfolgungen.
Hi us allen Feinden des Christenthums hat keiner so stark^ und so beständig Wider die Verfolgungen und die Ver.- folger geschrieen, als jener, der nicht nachläßt, Frankreichmit gottlosen Scharteken zu überschwemmen, der zum we,nigsten verfolgt worden ist, und der zum meisten verdienethat bestrafet zu werden.
Ist wohl dieser Mann von allem recht überzeuget, waser in seinen eifervollen Srrafteden auf die Bahne bringt?Nein, gewiß nicht. Aber er weiß, daß er durch eitel Ge,schrey die Welt betäuben, und glauben machen werde, waser selbst nicht glaubst; er weiß, daß tausend Stimmenblödsinnig nachhallen werden , was sein Unsinn und seinethörichte Einbildung erzeuget haben. Er schreyr wider dieVerfolgungen, wie die Verbrecher wider die Gerechtigkeitschreyen. '
Wir wollen ihm auf allen seinen Irrwegen nicht Nach-folgen; wir unkerwinben uns nicht, alle seine falschen Be,schuldigungen und falschen Vernunftschlüffe zu widerlegen.Wir werden uns genügen , etliche klare und unstreitigeGrundsätze aufzustellen, wodurch man urtheilen mag, wasmit Vernunft und Rechte den Namen der Verfolgungenund Verfolger verdienen könne.
Zu diesem Ende werden wir erstlich bestimmen, wasman unter dem Worte; Verfolgungen, verstehen solle; undwir wollen davon einen so richtigen und so wahren Begriffbeybringeu, daß ein jeder vernünftige Mensch verbunden
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