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2 (1777) M - Z
Entstehung
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571
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Tugend. 571

Jungfer vorschlug; und man hat nachgerechnet, und willbehaupten , daß er einen Theil der Schätzungen für sich be,halten habe.

Er hat den Armen aufgeholftn, und wüste Oerter infruchtbare Felder umgestaltet. Man gesteht es: er Har aufeinem Gute Arbeiter ausgenommen, und etliche Werkhauserangeleget; aber sie arbeiten beynahe bloß für seine Rechnung,und er zieht fast den ganzen Nutzen und Gewinn von ihrenBemühungen. ^

Man hat vieleicht noch nichts Lächerlickers und Albernersvorgetragen, als die Begriffe dieses Schriftstellers von derTugend sind. Nach seiner Denkensart kann ein Mensch hei/lig seyn, ohne tugendhaft zu seyn, obschon man durch dieHeiligkeit die vollkommenste Liebe und Ausübung der Tugendversteht und begreift. Einer und derselbe Mensch kann zu/gleich sehr lasterhaft und sehr rugendsam seyn; denn er kannmit einer Hand nehmen, stehlen, und rauben, und mit derandern ausschenken. Nero, das Scheusal, raubte weiseRathsherren aus, um seinen Schandbuben Gporus zu be/reichern. Das Scheusal, saget er, ist dortmals wegen sei«ner Tugend ehrwürdig gewesen. Wofür soll man einenPhilosophen ansehen, der dergleichen Grundsätzebestätiget? Für einen alten^ Narren.

XL.VII.