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2 (1777) M - Z
Entstehung
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568
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Tugend.

des Verstandes sind; und dieser har man nicht vormö, then, um nach der Vorschrift der Vernunft zu leben,,.

. Es ist kein Wunder, daß diese großen Männer besservon der Tugend sprechen, als unser Wohlredner: denn manspricht niemals besser von einer Sache, als wenn man siekennet, in Ehren hält, und liebet. Und damit wir alles,was diesen Gegenstand betrifft, in wenige Worte, und insKürzeste zusammenziehen, wollen wir für die Liebhaber derTugend nur dieses sagen:

1. Die Tugend ist die Übereinstimmung unsere Wan,dels, mit dem, was uns die Vernunft, das Gewissen, unddas Gesetz vorschreiben. Die Vernunft stellet uns das Buchdes natürlichen Gesetzes vor, gleichwie uns die Offenbarungdie Tafeln des göttlichen Gesetzes vorhält« Das Gesetz istunser L-chr, unsre Leitung, unsre Richtschnur; und das Ge,wissen ist unser Ermahn«, unser Richter, unser Bestrafte.Die Erfüllung der Pflichten, welche wir durch diese Mittel«kennen, die heißt man Tugenden.

2. Weil die Tugend nichts anders, als die vollkommeneVernunft ist, wie Cicero saget, oder weil sie darinnen be,steht, wie der heilige Augustin saget, daß man nur dasliebe, was geliebt zu werden verdienet, so folget daraus, daßman in die Reihe der wahren Tugenden jenes nicht setzensoll, was voin Stolze oder von der Eitelkeit eingegeben oderangerathen wird, was mit einer Ungerechtigkeit begleitet ist,was aus Absichten geschieht, welche weder die Ehrlichkeit zu«geben, noch die Vernunft annehmen, oder die Religion billigenkönnte. Es folget daraus, daß man in die Reihe der wah,ren Tugenden viele Dinge nicht setzen börste, die zwar in sichsechsten löblich scheinen; aber entweder durch den Beweggrund,

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