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XL.VI.
Tugend.
der berufenen Sammlung von Ungereimtheiten undcO Gottlosigkeiten, welche unter dem Namen des philo,sophischen Handlexikons bekannt ist, findet man von der Tu,gmd eine sonderbare Abhandlung, die sich für ihren Verfassersehr gut schicket. Wir wollen einen kurzen Auszug davongeben, und zugleich die Einwürfe beantworten, welche derVerfasser sich sechsten machet. Nachmals wollen wir dierichtigen Folgen dieses neuen Systems entdecken. Dannwollen wir sehen, ob es nicht ehrlichere und vernünftigereGrundsätze gebe, als jene, die er beybringt, um von derTugend zu urtheilen.
Kurzer Auszug der Abhandlung.
Man vernehme, wie es der Wohlredner angreift.„ Was ist die Tugend ? Wohlthätigkeit gegen den Näch,„ sten. Denn kann ich etwas anders Tugend nennen, als„ was mir Gutes thut ? Aber wie! soll man keine andern„ Tugenden zugeben, als jene, die dem Nächsten nützlich„ sind? Und wie kann ich andere zugeben? Wir leben in„ Gesellschaft: es ist dann nichts wahrhaft gut für uns,„ als was der Gesellschaft zum Besten gereichet. Aber„ was wird aus den Cardinaltugenden, aus den theologischen„ Tugenden werden ? Etliche werden in den Schulen bleiben.
„ Ein Einsiedler wird nüchtern, fromm, mit einem„ Bußkleide umgeben seyn: wohlan! er mag heilig heißen;„ aber ich werde ihn nicht tugendhaft nennen, bis er irgend
„ eine