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2 (1777) M - Z
Entstehung
Seite
557
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Gleichwohl läßt es unser Girier dabey noch nicht bs,senden. Er erkläret sich noch auf eine andere Weise, da er ftpget, daß diese Fakultäten Gaben scyn. Der Baum hat dieseGaben empfangen, saget er: das Thier hat die Gaben-es Gefühles, -er Gedächtniß, einer gewissen Anzahlvon Begriffen empfangen, wer hat alle diese Gabenertheilet? Wer hat alle diese Fakultäten geschenket ? Je-ner , der das Gras auf dem Felde wachsen läßt.

Hier ist wieder ein neues Kauderwälsch. Gabe undFakultät vergleichen sich keineswegs mit einander: denn Gabedrücket nur eine Sache aus, die man leidender Weise em--fängt > und Fakultät bedeutet etwas thätiges und wirkendes.Dich sind Gegensätze, die in die Augen fallen, und welchedie französische Akademie nicht annehmen würde. Aber wiewollen uns auf einem so schönen Wege nicht aufhalten.Bald werden wir die Gottlosigkeit mit der Ungereimtheitgepaaret sehen.

Nachdem dieser Mann gelehret hatte, daß die Fakultätender Thiere nur Gaben sind, setzet er diese Worte bey, welchebemerket zu werden verdienen: Der Philosoph, welchergesaget hat, Deus eff snims brutorum, hat Recht ge-habt ; aber er hätte sollen weiter gehen. Was wir di«Thierseele nennen, ist nach semer Meynung nichts anders,als Gott selbsten, weil Gort ihnen das Gefühl die Gedächt,niß, und eine gewisse Anzahl von Begriffen gegeben hat.Aber, was hat Gort den Menschen mehr gegeben, als denThirrrn, außer einer noch größer» Anzahl von Begriffen,als sie haben ? Es ist also zwischen dem Menschen und demThiere kein anderer Unterschied, als daß jener etwas mehrBegriffe, als dieses hak ? und da Gott die Seele der Thiere

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