N6 Thierseele.
die Seele dieses Baumes fty? Kr hat diese Gaben ennpfangen; das Thier hat die Gaben des Gefühles/ derGedächrntß, einer gewissen Anzahl von Begriffen ein»pfangen. wer hat alle diese Gaben ertheilet? wer ha»alle diese Fakultäten geschenket? Jener, der das Grasauf dem Felde wachsen läßt / u. s. w.
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Man darf gewiß nicht viel sinnen und Nachdenken, um<zu erkennen, daß jenes, was man Seele heißt, die inner!»che Grundursache der Verrichtungen eines Wesens ist, webches man für belebt erkennt. Dieß, werden wir zum Ver,fasser sagen: dieß versteht man in der gegenwärtige Frage,und dieß soll man dabey verstehen.
Ein Baum, fährt er mit seiner philosophischen Ernst-Hastigkeit fort: Ein Baum hat die Fakultät, seinen Um»laufenden Gast in seine Fibern aufzunehmen, U. s. w.Diese Anmerkungen sind wahrhaft neu. Man hat nochnicht sagen hören, daß ein Baum Fakultäten habe. Könn-te man nicht auf gleiche Weise behaupten, daß ein Felsenauch seine Fakultäten, und ein Berg, ein Gräschen auchdie ihrigen haben? Ist ermöglich, daß man sich getrauet,die Ausdrücke also zu misbrauchen , lind sich einen Phi-losophen zu nennen? Man heißt Fakultät, das Vermögenzu wirken, das ein Wesen aus sich selbsten und aus seinerNatur hat. Also hat die Seele verschiedene Fakultäten;wie den Verstand, die Gedächtniß, den Willen, die Lin,bildung, weil sie aus sich selbsten das Vermögen hat, zudenken, zu schließen, zu rathschlagen, sich einzubilden,zu wollen, zu wählen. Dieß begreift man; aber man be-greift nicht, was die Fakultäten eines Baumes seyn.
Gleich'