512 Thierseele,
und di- gleichen Wirkungen. Man müßte uns die äugen.'scheinlichsicn Erweisungen geben, um uns zu bereden , daßdiese Hülfsglieder ganz mmüßlich ftyn, oder nur zum äußmlichen Scheine dienen; daß die Thiere Augen haben, undnicht sehen; daß sie Ohren haben, und nicht hören; daß siedie ganze Anrichtung, Auscheilung, und alle Verrichtungendes Lebens haben, und leblos ftyn. Aber diese Erwrisumgen har man noch nicht gegeben, und cs scheint, daß mannoch lange darauf warten dörfe. Man kann also das Sy-stem von Descarres im Ernste nicht verstellen, wann manvon derThierftele urcheilen will.
2. Das System derjenigen, welche den Thieren geistigeund verständige Seelen geben, ist dem gesunden Verständeund der Vernunft eben so anstößig, als das vorhergehende.Denn i. die Einförmigkeit der Handlungen ist in den Thie-ren allzu unveränderlich, daß man nicht dafür halten sollte,sie werden von ihrer Narur zu einem gewissen Gegenstände,oder zu gewissen Gegenständen getrieben. Wenn sie nun al-so getrieben werden, so kann die Geistigkeit und der Ver-stand alsbald in chner. nicht mehr Statt haben, weil sie ih-nen durchaus unnnßlich waren. 2. Wenn man ihnen dieGeistigkeit und den Verstand zummhek, wird man viel tieferhineinkommm, als man gern möchte. Denn man wird nichtentstehen können, ihnen auch die Kraft zu begreifen, zu wäh-len , zu wollen, und folglich die Freyheit zuzugeben. Wennaber die Tßiere verständig und ftey sind, werden sie nichtauch zum sittlichen Gur n oder Vösen fähig ftyn ? werdensie nicht auch eines Gesetzbuches, Verordnungen, u. s. f. von«uöthen haben? Z. Wie schön wäre die Bestimmung für ei-nen Verstand, wie für dm Verstand einer Katze, daß er b«,
schrän,
D
W
Ls«
W
Ä
ki«