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2 (1777) M - Z
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551
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Thierseele. 551

fm: sie haben eine Gattung Seele, das ist, eine Grund,ursach? der Verrichtungen, in ihnen vermuthet, welche sieihnen mit Vernunft nicht absprechen zu können glaubten,ob man gleich ihre Wesenheit und Natur nicht deutlich er,klären möchte.

Da diese Frage oft zu Sähen Gelegenheit giebt, welchein die Religion einschlagen, wollen wir erstlich erliche Grund,sähe Vorräten, welche dienen könnten zu bestimmen, was wirvon der Seele der Thiere denken sollen; und nachmals wol-len wir bemerken, wie sehr die Spitzfindigkeiten und Trug-sähe des Abschreibers Baylens der Vernunft und dem gesun-den Verstände widerstreben, und wie sehr sie in Absicht aufdie Religion gefährlich seyn.

Erster Artikel.

Grundsätze, die iu der Untersuchung der Frage vonder Thierseele zur Leitschnur dienen mögen.

1. (T^aS System, welches aus den Thieren einfache Ma,schinsn, pure Triebwerke machet, mag wohl für einsonderbares, kurzweiliges, )a, wenn man will, für ein sinn-reiches System angesehen worden seyn: aber es ist niemals fürwahr gehalten worden; es hat Niemanden jemals überzeuget,auch jene nicht, die es vertheidiget haben. Die Ursache da,von ist, weil es wider die gemeinsten, natürlichsten, gründ,lichsten Begriffe allzu sehr streitet.

Fürwahr, wir sehen eine so vollkommene Gleichförmig-keit und Verhälmiß zwischen den Hülfsgliedern des Gefühles,die im Menschen sind, und jenen, welche die Thiere haben,daß wir uns nicht entbrechen können zu urkheilen, diese HülfS,gliedrr haben in beyden Gattungen den gleichen Gebrauch

Mm 4 und