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Sündfliith.
Der Christ.
Ich versichere Sie: Bergerac erzählet uns in seiner Rei,se durch den Mond nichts Wunderbarlichers, als Sie unshier vorschwahen. Es kann seyn, sagen Sie, daß dasMeer ailmählig alles Erdreich nach einander bedecket habe.Dceß will bann sagen: es kann seyn, daß das Meer ehe,mals über die Alpen, das pirenäische Gebirg, die «nein,ander Hangenden Berge Afrikens gegangen sey; es kann' seyn, daß die Wallfische ehemals auf den Feldern,in derSchweiz herumgeschwommen seyn, und daß man auf demgroßen Sanct Bernhardsberge Austern gefischet habe.O! wie trefflich ausgedacht, mein Herr! Aber wo warenzu denselben Zeiten die Wohnungen der Menschen? Denn,nach den Gesehen der Schwerung, und den Gesehen der flüs,sigm Körper, mußre dortmals der Erdball ganz mit Wasserbedeckt gewesen seyn.
Der Irrgläubige.
Mein Herr! mit Hohngelächter ist es nicht ausgemacht.Sie müssen mir erklären, wie das Meer sich von Aigues«mortes, Frejus, und Ravenna, in Zeit von fünfhundertJahren, habe zurückziehen können; sonst habe ich noch im,mer das Recht, zu schließen, daß es allmählig alles Erd,reich nach einander habe bedecken können.
Der Christ.
Ich will Ihnen ganz gern die Ursache von dieser Ver,änderung angeben, welche mit diesen Städten und einigenandern geschehen ist, die sich in der gleichen Lage befinden.Aber ich muß Ihnen zuerst sagen und beweisen, daß dieWelt noch heut zu Tage beschaffen ist, wie sie vor zweyen
oder dreyen tausend Jahren war; und daß etliche kleine Hau,
sin