Süridfluth. 48r
Schichten von Muscheln, die man auf allen Seiten, sechs,zig, achtzig, ja hundert Meilen vom Meere weg, entdeckethat, sind ein unstreitiger Beweis, daß es diese Meergewäch,se allmählig auf ein Erdreich geleget hat, welches ehemalsrin Ufer des großen Weltmeers war.
Der Christ.
Man kann keine besser gerarhene Anmerkung machen.Vermöge dieser wird man finden, daß es ehemals in denSchweizerftädten find auf dem Berge Cenis Seehavm ge,geben habe; denn an allen diesen Oertern tüssc man solcheBänke und Schichten von Muscheln an, die Las Meer allmäh,lig auf ein Erdreich geleget hat, als dieses vom großen Welt«meere bedecket war.
Der Irrgläubige.
Wagen Sie es zu verneinen, daß das Meer allmähligalles Erdreich nach einander habe bedecken können, und daßdieses in einer unsäglichen Menge von Jahrhunderten stufen,weise durch immerwährendes Forttücken habe geschehenkönnen?
Der Christ.
Ja, mein Herr! ich wage es zu verneinen.
Der Irrgläubige.
Das Meer hat fich, in einer Zeit von fünfhundert Iah«ren, von Aiguesmortes, Frejus, Ravenna, welche großeSeehavsn waren, zurückgezogen, und hat vhngefähr einErdreich von zworn Meilen ohne Wasser gelassen. Durchdiese Forrrückung ist es augenscheinlich, daß zwo Millionen-My hundert und fünfzig tausend Jahre erfodert würden,um unfern ganzen Erdball zu umschwemmen. Also kömmtdas Meer allmählig aus seiner Lage.
U. Band. H h Der