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Sündfluth.
Der Irrgläubige.
Mein! mein! Ihre^ allgemeine Sündfluth ist nur einaltes Mahrchen, eines jener alten Imhümer, welche die un»wissende Leichtgläubigkeit annimmt, und wovon der Philo/soph alsbald die Ungereimtheit einsieht.
Der Christ.
Krnn man auf Ihr Wort sicher glauben, mein Herr!und soll man Ihr Ansehen höher achten, als das Ansehen desMoses, und so vieler Schriftsteller, die man hochschatzetund in Ehre» hält, und die es gewiß verdienen ?
Der Irrgläubige.
Nur die Vernunft hat bey mir Ansehen: und die Ver,misst saget mir, daß die Sündfinlh ein ungereimtes Hirngs,spinnst in der Naturkunde sey, welches durch die Gesetze derSchwerung, durch die Gesetze der flüssigen Körper, durchdie unzulängliche Menge Wassers, als unmöglich bewiesen ist.
Der Christ.
Was ist aber die Schwerung? und was thun die Ge,sehe der Schwerung, für oder gegen die Ueberfthwemmungdes Erdkreises?
Der Irrgläubige.
Und wem ist unbekannt, daß die Schwerung jene Kraftist, durch welche die Körper sich einander anziehen, in demgeraden einfachen Verhältnisse ihrer Masse, und in demverkehrten gedoppelten Verhältnisse ihrer Abstände.
Der Christ.
Wohlan! was wirken jene Gesetze der Schwerung ? Ma>chen sie, daß der Regen auf die Erde nicht falle? daß dieWässer nicht laufen ? daß sie die Felder nicht verschwemmen?
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