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2 (1777) M - Z
Entstehung
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463
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Seele.

Der neue Philosoph.

Sie mögen sagen, was Sie wollen : ich bin von je,nem hohen Begriffe allzu sehr eingenommen, daß Gott al,^ les gemacht habe, daß er allenthalben zugegen sey, daß, er alles beseele, alles durchdringe, daß er allen das Le,^ ben und die Bewegung gebe; und wenn er in allen Thei. len meines Wesens ist, so sehe ich nicht, was ich einer Seele b-dörfe. Was habe ich jenes kleinen Unrerrvesens vonnörhen, wenn ich von Gotte ftlbsten beseelet bin? Wo, zu würde mir eine Seele dienen? Ich will lieber die Ma« schine eines Gottes seyn, der mir bewiesen ist, als die Maschine einer Seele, woran ich zweifle

Der weise.

Odas kann inan nicht mehr aushaltenWelches ver,tvorrene Kauderwälsch von Ausdrücken: Wenn Sie mir vondem Menschen sprechen, der die Maschine Gottes oder dieMaschine einer Seele ist, was denken Sie ? was habenSie für Begriffe? Eine Maschine, die frey, vernünftig,zur Tugend, zur Gesinnung, znr Ueberlegung fähig ist:Männer, die Vernunstschlüsse machen wollen, können alsoreden? O neue Philosophie! wie gut lehrest du uns, zuwas für Ausschweifungen der inenschliche Verstand fähig sey!wie sehr widerstrebest du der Vernunft und dem gesundenVer,siande

Aber wir wollen alle diese Ungereimtheiten bey Seite las,sen. Es wäre ekelhaft, wenn man sich länger dabey auf,hielte. Wir haben die Geistigkeit der Seele bewiesen: wirmüssen noch ein Wort von ihrer Unsterblichkeit sagen.

Anmer-

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