Seele. 46 r
,, auf eine andere Gelegenheit warten. Wahrlich ! ein«„ seltsame Beschäffligung für den Gebiecher der Welt!„ Und er muß nicht allein beständig aufdie Beywohnung„ des menschlichen Geschlechts Achtung geben; sondern auch„ bey allen Thieren das Gleiche thun. Er muß immerfort„ beschäfftiget seyn, Seelen für die Elephanken und die„ Flöhe, für die Nachteulen, die Fische, und die Bonzen„ zu schmieden. Hier ist nur ein ganz kleiner Theil von„ Beweggründen, die mich antreiben können, an dem Da,„ seyn der Seele zu zweifeln,,.
Der weise.
Ehe wir dis Untersuchung Ihrer Vorträge anfangen,erlauben Sie mir, daß ich Ihnen sage, Sie seyn einmal derWohlanständigkeit zu nahe getreten, da Sie den Ausdruck:Paarung, brauchen; dieser Ausdruck gehöret nur für dieThiere: Sie verletzen alle Zucht. Der heydnische Cicerswußte die ehrwürdigen Schranken der Eingezogenheit undSittsamkeit weit besser in Acht zu nehmen, als er sagte:äare liberis, äicere turpe est, re non i'n-lionessum. Aber itzt wollen wir an Ihre wichtigen Ver,nunstschlüsse kommen.
Fürwahr, Sie geben uns recht niedrige Begriffe vonder Gottheit, wenn Sie vermurhen, daß sie mir der Erschafffung der Seelen ganz beschäfftiget, und ganz davon einge,nommen sey. Die Juden, welche Sie, die neuen Phils,sophen, so sehr verachten, haben von dem Schöyftr weitedlere und erhabnere Begriffe: sie sagen uns, daß die Schö,pfnng von der Welt, und von allem, was sie enthält, rhu
nicht
* von der Pflicht. I. B.
Bonzen^ Chinesische Pfaffen»